finally… at least a short teaser….
schönen Tag noch… freut euch bald auf mehr!
finally… at least a short teaser….
schönen Tag noch… freut euch bald auf mehr!
Hallo,
hier eine Auswahl an Bildern in super-dooper highres (min 5k-max 25k).
die hier hinterlegten 26 Bilder nehmen nicht nur auf dem webspace viel Platz ein (knapp 600MB) sondern auch im Gedächtnis. Für mich sind es nicht nur ein paar nette Bilder, nein sie rufen einiges an Erinnerungen hervor. Genau deshalb haben wir soviel bildmaterial Produziert…
wer etwas geld übrig hat, kann sich absofort das Buch zum Blog kaufen
https://www.epubli.de/shop/buch/one-year-in-paradise-Alexander-Riedel/12796
oder auch als ebook herunterladen:
https://www.epubli.de/shop/buch/one-year-paradise-Alexander-Riedel/12797
also, nicht nur, dass Australien schonfast 2 Monate her ist und mich Deutschland und der Alltag leider wieder einhohlt, nein, das schlimmste in den letzten wochen, gar Monaten, wenn nicht sogar Jahren war, dass ich keine ordnungsgemäße Hardware zum Rendern hatte. Das Samsung Q45 – so toll und treu es auch sein mag – konnte unter diesem gesichtspunkt noch nie meine anforderungen erfüllen. So war es höchste Zeit sich etwas zu gönnen und dieses etwas steht nun bereit die arbeit aufzunehmen. Ohne viel aufwand zu betreiben, denn es fehlt ja noch der Motorblock, der modelliert werden muss, wollte ich einfach mal den jetzigen stand schön rendern. Das ist dabei rausgekommen:
ein einfaches skylight und ein wenig post kann schon etwas aus dem jetzigen modell rausholen. Aber es ist nur ein WIP. nachdem bald der motorblock fertig sein wird, werde ich mich um ein anständiges storryboard kümmern, weitere referenzen sammeln und mich an die arbeitmachen eine nette animation zu erstellen, das ist der plan…
gestern habe ich auf der canonseite gelesen, dass im märz die 1er Reihe von Canon ein neues Update bekommt… die neue 1DX wird der zusammenschluss der schnellen 1dMKIV und der Vollformat 1DsMKIII… ich habe ein kleines Comic erstellt, wie ich das announcement gelesen habe….

Wir sind wieder da!
Grundsätzlich haben wir all das gemacht, was ich schon im letzten artikel geschrieben habe. Der lange Flug zurück war anstrengend, aber, da wir einen Platz zwischen uns unbesetzt hatten konnten wir besser schlafen und kamen ausgeruhter an. Der Jetlag ist nun auch nicht so verrückt gewesen wie beim Hinflug, also alles im grünen. Seltsam ist aber das gefühl, wir denken ständig an Australien, ich bekomme das Bild einer ewig langen leeren straße im Outback einfach nicht aus dem kopf. Somit ist der Trip eigentlich nicht vorbei, jedes mal, wenn ich die Augen schließe bin ich wieder da. Auch die gefühle, die Zeit der Sorglosigkeit, des Erkunden und alles was uns die letzten Monate ständig umgab ist immernoch sehr stark spürbar, ich hoffe, dass das so bleibt, denn es ist sehr schön. Wenn es irgendwann später mal stressig wird, muss man nur einfach kurz in sich gehen und schon steht man im outback, im nichts, und kann ruhe tanken.
Hier nur mal 3 bilder vom Weg zurück:
ein letzter Burger bei Oporto(ja es ist ein Triple Fillet Bondi Burger!)
ein letzter Blick vom Flughafen auf die Skyline
und schon waren wir wieder zuhause und als ich herausfand das alle 23 Dosen Tooheys New heil im Rucksack lagen war ich noch glücklicher!
Die Familie und Freunde wiedersehen, das ist, woran wir die letzten Tage besonders, aber auch über das gesammte Jahr hinweg immerwieder denken mussten, und nun ist es soweit. Mit dem Hut australisch durch Meerane gehen zieht viele blicke auf sich, aber ich hoffe, das etwas outbackstaub vom Hut auf die neidischen Meeraner fällt und sie Australifiziert. Das sind nur einige impressionen, jetzt heißt es wieder richtig ankommen und dabei so wenig wie möglich von australien zu vergessen. Die knapp 300GB an Fotos und Videos werden uns aber stark helfen, das das nicht zu schnell passiert.
Maxi und Alex
…oder auch: Magnetic Island 2 Darwin und nach Hause
aber erstmal: hier das Video, von Agnes Water2Cooktown
Wir waren also am Abend am Zeltplatz in einer Jugendherberge angekommen und bauten wieder einmal unser kleines pinkes Zelt auf. Nach einem Jug Carlton (großer Krug mit Bier, aus dem sich jeder was bei bedarf in sein Glas füllen kann) von der Bar, gingen wir ins Bett. Am nächsten Morgen zeigte sich uns die Umgebung erstmals bei Tageslicht und wir waren uns einig: hier ist es sehr schön! Ein kleines nickerchen in der Hängematte, ein besuch am strand und die wäsche wurde wieder einmal gewaschen, aus viel mehr bestand der 1. Tag nicht.
In der Nacht sahen wir einige Tiere. Kleine Rock Wallabies, Possums und einige Triele (langbeinige Vögel).
Am Folgetag machten wir unseren 1. Walk, zu den Forts, nachdem wir bei einer kleinen führung im Hauseigenen kleinem Zoo wieder einige Tiere gesehen hatten, sowie halten konnten. Darunter waren auch Krokodiele, ein weißer und ein schwarzer Kakadu, sowie auch einige Echsenarten und eine Schlange (ungiftig), achja, Schildkröten und ein Stacheltier waren auch dabei.
Einige Koalas sahen wir auch, jedoch nicht nur in diesem kleinen Zoo, sondern auch wilde. Denn der schon erwähnte Forts-Walk führte an einigen niedlichen, in den Bäumen hängenden Knuddelbällen vorbei.
Die Aussicht von diesen Ruinen aus dem 2. Weltkreig war ziemlich gut!
Auch war es klasse jeden nachmittag ein lautes piepen zu hören, denn dann war die Rainbow Lorekie Fütterung an der wir oft teil nahmen(sie war gratis!!!)
–und diese Vögel (die australischen Triels) waren überall mit dabei
Tja, wir machten auch noch einen kleineren Walk zu einem anderen Strand, sowie einen gechillten Nachmittag, aber der darauf folgende Tag wurde etwas anders. Die kleine Insel, bot auch noch einige Ausleihmöglichkeiten, z.B. Scooter!!! Das gönnten wir uns! So fuhren wir am Sonntag mehr als einmal die Insel ab und erkundeten sie mit den kleinen motor-rollern.
Sehr cool war eine nette gehste eines älteren ehepaares. Einen weg durften wir laut vermieter nicht fahren und wir wollten ihn laufen um an die 3 Buchten zu gelangen, zu die der weg führte. Wir stiegen ab und gingen auch wenige schritte, doch dann bog in die kleine straße ein 78’ger Ford Frontline ein und hielt neben uns an. Die Beiden (er 88 wie sich später herausstellte und sie wohl nicht viel jünger) meinten, das der weg doch recht lang sei und fragten uns, ob wir nicht mitfahren wollten – allein schon wegen des imposanten wagens bejaten wir sofort und stiegen ein. Sie verrieten uns, das sie den weg das 1. Mal nun seit 10 jahren wiedereinmal entlangfuhren um zu sehen, wie es jetzt alles so aussieht. Der V8 grummelte sich langsam den schmalen, mit Schlaglöchern übersehenen weg entlang und wir kamen natürlich ins gespräch. Die beiden lebten schon sehr lang auf magnetic island und der Mann war früher air force pilot! Alles war sehr interessant und wir kamen an die Bucht am ende des weges, Radical bay. Wir sahen uns kurz um und bekamen erzählt wie es hier früher so aussah (vor den cyclonen, die einige bäume hier entwurzelten).
Auf dem weg zurück zur hauptstraße setzten sie uns ab und wir erkundeten noch eine weitere bucht zu fuss, maxi schnorchelte und sah einen stachelrochen. Danach zurück zu den scootern, noch einmal volltanken und dann war der tag schon fast vorbei.
Den Abend verbrachten wir diesmal nicht auf dem Hostel-gelände, sondern in einer anderen Bar. Dort gab es Cocktail-Jugs, wir nahmen gleich 2. Leider bestanden die Cocktails eher aus Eis, als aus Cocktail selbst, trotzdem war es gemütlich und schön, da direkt am Meer. Achja, dazu gab es gratis Sombreros, der eigentliche grund, weshalb wir dahin gingen.
Unser letzter voller Tag auf Magnetic island gestaltete sich eher ruig. Wir machten einen letzten walk um uns vor der langen busfahrt nach Darwin nocheinmal etwas zu bewegen.
–unser privater kleiner Koala neben dem Zelt
Danach packten wir schon alles zusammen, damit wir am Morgen darauf nicht noch früher aufstehen mussten. Der Bus fuhr zwar erst um 7, aber von Townsville. So mussten wir erstmal mit dem Bus vom Campingplatz zur Fähre fahren und dann mit dieser übersetzen… also klingelte der wecker 4:40am so früh, waren auch noch die possums und die wallabies aktiv und maxi erspähte noch einige. Denn ich hatte noch am Vorabend eine weitere kokosnuss mit Maxis Schweizer messer geknackt und diese lockte immerwieder neue tiere an. Schon am abend bevor wir zu bett ging beobachteten wir immerwieder tiere aus dem zelt heraus.
So verabschiedeten wir uns von der schönen Magnetic Island und fuhren nach langer Zeit mal wieder vom Meer weg. Schon nach kurzer Zeit war bis auf die Stromleitung, die parallel verlaufenden Eisenbahnschienen und der Straße selbst kein zeichen mehr von Zivilisation erkennbar. Auf einem Schild stand Mt Isa 870km und alles was wir dann noch sahen waren nur ein paar kleinere ortschaften, sonst nur weites grasland. Outback eben. In Mt Isa angekommen wechselten wir den bus, und da es schon dunkel war sahen wir auch nicht viel von der wüsten und mienenstadt. Weiter gings nach Tennant Creek. Um 3 in der nacht ein weiteres mal umsteigen. Da wir schon die Strecke nach norden bis nach Katherine mit unserem camper am anfang abgefahren sind, gab es nun auch erstmal nix neues, der neue tag begann irgendwo im nichts und die restliche strecke nach darwin fühlte sich ewig lang an. Doch irgendwann waren wir da! Nach 33,5 Stunden busfahrt!
Wir gingen direkt in ein hostel unweit vom transit center, wo der greyhound bus hielt. Ein nettes doppelzimmer gönnten wir uns, nach der langen fahrt kam uns ein gutes bett ganz gelegen. Nun hatten wir noch 11 tage in australien übrig, doch diese mit touren in die nah gelegenen nationalparks zu füllen war uns zu teuer. 5 tage hätten uns zusammen über 1000$ gekostet. Maxi hatte eine geniale idee: einfach noch einmal einen Camper mieten! Naja, und das machten wir direkt noch an dem abend. Am tag darauf ließen wir uns das hostel gratis frühstück schmecken und holten das gute stück ab. Auf in den kakadu national Park und danach noch Litchfield NP für 10 Tage!
Worüber wir sehr froh waren, war, dass der wagen eine klimaanlage hatte, denn es war echt verdammt heiß! Leider sogar in der nacht! Außerdem gab es viele viele mücken, gerade in den 1. Tagen sowie horseflies. Das Thermometer stieg mit leichtigkeit am Mittag auf 38 Grad, uns war es echt oft nicht nach wandern… aber wir taten es trotzdem und neben den einigen hier aufgezählten kleinen makeln, war es echt schön.
So viele wilde Kangoruus, Vögel, Spinnen, Schlangen… von allem gabs hier ne menge. Aber was uns besonders glücklich schätzte: wir haben unsere liste mit den besten australischen wildtieren nun Vollendet. Neben so vielen anderen Tieren, die wir WILD gesehen hatten (Koalas, Kangaroos, Wallabies, Emus, Pferde, Kamele, einen Cassowary, Schlangen, Spinnen (viele), Schildkröten (süßwasser und Salzwasser), Schnabeltiere, viele Meeresfische und Tiere, Pinguine, Fledermäuse(viele verschiedene), Vögel (tausende), Possums, Frösche und noch viel mehr) sahen wir nun endlich auch wilde Krokodiele! Überall im Park gibt es warnschilder, denn die Krokodilpopulation hat sich in den letzten Jahren rasch erhöht, somit sollte man beim wandern nah am wasser immer mit vorsicht umherschauen. Beim wandern selbst sahen wir jedoch kein Krokodil, allerdings bei einer Flussüberquerung an der es einen Aussichtspunkt gab. Gleich 6 tummelten sich im Wasser oder lagen in der Sonne am anderen Ufer.
Auch eine weitere Schlangenart konnte maxi neben einer cummon tree snake recht nah erspähen. Eine der giftigsten weltweit. Eine Brown Snake suchte nach futter. Bevor hier aber einige Eltern um sorge kaum noch schlafen können: 1. Ist nie etwas passiert und 2. Sprigt ein Krokodil oder auch eine Schlange keinen Sinnlos an und beißt zu. Die krokodiele sahen wir mit guten abstand und hinter einem Zaun. Und schlangen würden nur aus einer notreaktion beißen. Fast alle die gebissen werden, versuchen die Schlangen anzufassen um sie zu töten oder kommen ihr einfach zu nah, sodass die schlecht sehende schlange erschrickt. Somit verlief alles ohne probleme und das gefährlichste an allem waren wohl die vielen Moskitos, vielleicht nichtmal das, aber nerfig auf jeden fall.
So verbrachten wir 4 Nächte im Nationalpark und wanderten zu Aussichtspunkten, zu Bächen oder kleinen Teichen oder wir ruhten uns aus. Obwohl angeblich hauptsaison sein sollte war im park nicht viel los und es war alles schön ruig. Wir sahen auch viel Aboriginal kultur in form von Felsmalereien und auch ein kleiner Ranger Talk brachte uns der Kultur wiedermal ein stück näher.
Als wir den Park verließen fuhren wir direkt in den nächsten, den Litchfield NP. Auf dem weg gab es in einer seitenstraße noch einen sehr schönen Creek, an dem einige leute badeten. Wir suchten uns ein stilles Plätzchen und gingen gleich 2 mal ins erfrischende wasser, bei den themperaturen eine echte wohltat. Viele Fische schwommen in dem kleinem bach, als ein größerer Flußkrebs auftauchte sprangen wir heraus.
Eine nacht verbrachten wir noch in der nähe von Batchelor, kurz vor dem Litchfield NP auf einem Campingplatz.
Litchfield war klasse, wirklich sogar besser als kakadu np. Der Grund? Man hatte etliche traumhafte stellen zum schwimmen! Bei dieser hitze verbrachten wir stunden und stunden im wasser. Vorzugsweise in kleinen bachläufen und Wasserfall-pools. Hier konnte man an einigen stellen baden, da die Parkranger zu beginn jeder trockenzeit die Badestellen von Krokodielen befreiten und Fallen aufstellten. Aber auch hier machten wir einige walks. Vorbei ging es an verschiedensten Vegetationstypen. Besonders krass war meißt die grenze zwischen grasland und Regenwald, denn der passierte plötzlich. Wie immer im Regenwald aunzutreffen, meine lieblingsspinnen: Golden Orb’s. Nicht so groß wie die eine in Cooktown, aber trotzdem majestätisch hingen sie nah am weg. Da wir meißt versuchten nicht all zu spät am tag einen walk zu machen (wegen der hitze) sahen wir sie sehr oft.
und hier Maxis Video, was die erzählten und bebilderten Sachverhälte nocheinmal in bewegter form wiedergiebt(natürlich ist der 2. Cassowary eigentlich ein Schnabeltier
):
Und so traurig es ist, so schön ist es zugleich, Litchfield war unser letzter trip hier. Wir fuhren den Stuart Highway (der Darwin mit Adalade via Alice Springs verbindet) richtung norden und wussten, das wir nun das letzte mal im outback sind. Maxi saß etwas traurig im van, ich freute mich auf deutschland. Zurück in darwin hohlten wir einen netcode token ab, der uns später ermöglichen wird, unser geld vom australischen konto kostenlos zu überweisen, denn wir bekommen ja noch unsere steuern zurück. Maxi hat sie sogar schon bekommen! Wir fuhren zum Botanischen garten, cruisten etwas durch die Stadt. Die Vororte von Darwin lassen irgendwie mehr erhoffen als diese kleine Innenstadt… alles spielt sich wie in Zeitlupe ab, sobald man aus der City heraus ist, gibt es viel platz. Der nächste weg ging zum – im vergleich zum Litchfield total mieserablem – Charles Darwin National Park. Ein walk, kurz ausruhen, und ab zu einem Caravanpark in der nähe. Wir wollten eigentlich mal wieder wild irgendwo stehen, aber eine dusche, trinkwasser und strom lockten uns. Tja… und nun schreibe ich in der Zukunft, denn was nun passiert, wird aus Zeitmangel keinen Weg mehr in den Blog finden. Morgen geben wir unseren Camper ab und gehen für die letzte nacht noch einmal in ein Hostel, wir stellen diesen Text, Bilder und noch 2 Videos online und werden uns danach noch einen luxoriösen tag mit feinem essen machen. Der Tag darauf wird dann wohl etwas anders, das grobe gepäck irgendwo eingeschlossen, werden wir noch etwas zu fuß unternehmen und es uns gut gehen lassen. Ein Airport Shuttle Bus wird uns dann mitten in der nacht zum Flughafen bringen, 1:45 fliegen wir los, zurück nach Sydney. Um 6:30 Ortszeit werden wir landen und uns wahrscheinlich zum Circular Quey begeben, Habour Brige und Oper ansehen. Noch einmal Oporto, noch einmal Gilatissimo Eis essen, einen Meatpie bei Pieface und unsere Instromente aus unserer ehemaligen Wohnung abhohlen, das steht auf den plan. 15:50 werden wir das letzte mal australischen bodenkontakt haben um über Singapore am Dienstag Morgen um 6:00 am Morgen Ortszeit in Frankfurt zu landen. Mit dem ICE geht es dann weiter richtung Sachsen. Dienstag Mittag sollten wir wieder zu hause sein und trotz aller traurigkeit, wir können es jetzt kaum noch erwarten. Australien war nicht nur soo schön, es war eine echte lebensändernde erfahrung. Etwas was man in der art wohl nur einmal erlebt. Etwas was einem 3, 4 oder vielleicht auch 6 woche urlaub nie geben könnten. Wir haben mehr als nur eine Sprache vertiefen und lernen können, wir können es nur jedem empfehlen. Wer zweifelt, sollte seine Zweifel über Bord schmeißen und einfach los machen (egal wohin, hauptsache lange). Bei all den Dingen auf die wir uns in deutschland schonwieder freuen – und da gibt es unzählige dinge, gibt es auch so viel, was wir hier vermissen werden. Und das betrifft nicht nur das Essen und Trinken. Die umgangsart mit menschen, die man nicht kennt, werden wir vermissen. Australier sind so nett und hilfsbereit, man könnte denken, dass Europa eine gefangenen kolonie der Australier war (mal ganz hart formuliert). Es gibt einige dinge die her in australien nicht nach unseren Vorstellungen abgelaufen sind, was aber auf ursachen zurückzuführen ist, die positiv sind. Hektik und Streß findet man in hier selbst in der großstadt nur kaum. Das macht das leben leicht und locker, etwas, wovon wir in europa echt was lernen können. Die liste mit unterschieden und positiven sowie negativem lässt sich sehr lang führen…
Nun… wir möchten an der stelle natürlich allen danken, die unseren aufenthalt hier in australien so schön gestalteten, ich besonders dem gesammten Team von Ourvision. Damit die Google übersetzung hier keine fehler macht:
Hey Guys @Ourvison. I want to thank you for the beautiful time. I know I have already done it, but since we are leaving the country now we are getting a bit sentimental. A big thanks to Mathew for the opportunity to work at your office itself and another one especially for Fern because he showed us more than just Sydney. thanks to the rest of the staff for being so friendly as well.
Und natürlich: danke an all die leser und vor allem an alle Kommentierenden, nicht zu vergessen auch an alle die uns nette mails geschrieben haben. Nicht mehr lange aber und wir können euch persönlich dafür danken, darauf freuen wir uns schon.
Wir sehen uns Bald wieder, Maxi&Alex
PS: in den nächsten wochen werden hier noch weitere aufnahmen von australien folgen. Ein neuer rechner wird mir dabei helfen auch die Time Lapse Videos sachgemäß zu bearbeiten, sowie große panoramen zu stitchen. Also bleibt trotzdem dran.
Nach einigen Tagen Aufenthalt in Cairns in dem besten Hostel in dem wir bis jetzt waren, war es wieder Zeit aufzubrechen. In Cairns hatten wir nicht all zu viel unternommen um die Stadt an sich anzusehen. Wir hatten uns ein wenig die Innenstadt angesehen (Lagune, Fußgängerzone) und wir besuchten die Night Markets sowie ein Kino um uns endlich den neusten Harry Potter Film anzusehen. Maxi war mal im schönen Botanischen Garten und hat einen Spaziergang auf einer Holzbrücke durch den Mangrovenwald gemacht – echt toll! Cairns diente uns aber hauptsächlich zum Entspannen und als Ausgangspunkt für Trips (zum Beispiel zum Riff, zuvor)
Besonders zu betonen ist das schöne Hostel in dem wir in Cairns Unterkunft fanden. TropicDays nennt es sich (vielleicht schon erwähnt) – das wirklich zahlreiche Personal war sehr nett, es war schön ruhig, einen Pool gab es, Free Wifi, Hängematten, liebevoll verzierte Wände, alles sauber und gut ausgestattete Küche und und und, und es war recht günstig.Außerdem gab es im Hostel einige interessanten Spinnen, die Alex fotografierte.
Nach ein paar Tagen sind wir von Cairns nach Cooktown und wieder zurück gereist. Für den Hinweg wollte ich (Alex) unbedingt fliegen, da keine größere Fluglinie dort hin fliegt, was bedeutet, dass wir nur in einer kleineren 12-sitzigen Maschine fliegen würden. Und so war es auch. Vom Shuttlebus abgesetzt erwartete uns anstatt eines großen Terminals ein ganz normales Haus, wir checkten sehr persönlich ein und warteten in der „Abflughalle“.
Etwas später wurden wir aufgerufen und es gab die Sicherheitsanweisungen direkt vom Piloten. Insgesamt flogen wir zu 5. (+2 Piloten). Wir setzten uns direkt hinter die beiden Piloten, damit ich die Instrumente besser sehen konnte und los gings. 45min Flug direkt an der Küste entlang nach Norden. Die Landschaft, die Wolken und das Meer waren atemberaubend schön. Man sah das Riff im Meer, den tropischen Regenwald an den Bergen und die Wolken türmten sich in der Nachmittagssonne wuschelig auf. Wir überflogen Mt. Cook und das kleine Städtchen Cooktown kam dahinter zum Vorschein. Cooktown ist mit 1500 Einwohnern die letzte „größere Stadt“ auf dem Cape York. Weiter nördlich ist so gut wie nichts mehr. Neben ein paar kleinen Abo-Siedlungen gibt es da fast nur noch Regenwald. Von hier ab führt auch nur noch eine unbefestigte Straße nach Norden für die man auch ein entsprechendes Geländefahrzeug benötigt. Auf dem „Flugplatz“ angekommen, nahm eine Frau unser Gepäck auf den Wagen und wir gingen zum kleinen Häuschen, wo schon die nächsten Fluggäste Richtung Cairns warteten. Hier mal die Bilder:
Der Shuttlebus brachte uns zum Hostel/Motel/Jugendherberge und wir bekamen unser Zimmer. Am ersten Abend waren wir nicht so begeistert vom Hostel , da es halt nicht mehr unser kleines Paradies von vorher und die Küche schon etwas gewöhnungsbedürftig war. Allerdings war am nächsten Morgen, bei Lichte betrachtet doch alles viel besser als angenommen und der nette – sehr gelassene- Herr an der Rezeption half uns wo es nur ging.
Soviel machten wir letztendlich eigentlich nicht in Cooktown, soviel war da nicht los. Wir wanderten. Einmal über die Innenstadt ( natürlich inklusive James Cook Statue )zum kleinem Leuchtturm (wahnsinnig windig da oben) und einmal durch den Botanischen Garten zur Finch und Cherry Tree Bay.
So unspektakulär sich das anhört war es aber dann doch nicht, denn wir hatten Glück. Die aufmerksamen Leser unter euch werden feststellen, dass wir schon etliche Spinnen der Gattung „Orb weaver“ gesehen hatten. Die meisten waren Golden Orb Weavers, die wir in einer großer Anzahl in Port Stephens gesehen hatten, auch gab es sie in Sydney. Nördlich von Alice gab es sie silbrig scheinend auch… aber trotz ihrer Größe, wurde uns oft gesagt, dass es diese Art spinne noch viel größer im Norden von Queensland gibt, da das Wetter hier ganzjährig mild und warm ist.
Auf dem schmalen Regenwaldweg zur Cherry Tree Bay hielten wir ganz besonders Ausschau und waren enttäuscht, da wir vorerst überhaupt keine Spinne sahen, nicht mal kleine. Ein paar Spinnenweben ließen vermuten, das hier zumindest mal welche waren, aber wir (vor allem ich) waren einfach enttäuscht. Plötzlich – Maxi lief voraus – drehte Maxi sich um und kam ein paar Schritte auf mich zu und sagte „Da ist eine!“. Ja und diese eine war auch kaum zu übersehen, denn sie war nicht weit weg und Handgroß. Ca. 50 cm über Kopfhöhe hing sie genau überm Weg. Ihr festes Netz war so tief, das man es beim ungeachteten Durchlaufen zerrissen hätte. Unglaublich! Sogar das kleine Männchen saß mit im Netz und krabbelte auf dem riesigen Weibchen herum.
Um diese Spinne formatfüllend abzulichten braucht es kein Makro-Objektiv. Mein 200mm 2,8 hat eine Naheinstellgrenze von 1,5m und diese Distanz war zu nah um die Beine dieser gigantischen Spinne nicht anzuschneiden.
Es ist unglaublich, das diese Spinnen sogar noch etwas größer wachsen können und dann sogar kleine Vögel mit ihrem starken Netz fangen können. Sie sind die größten Netz-webenden Spinnen der Welt und das Netz ist so stark, das Australische Ureinwohner es zum herstellen von Fischernetzen benutzt haben. Und wir haben eine gesehen!!! Schon dafür hat sich der Ausflug nach Cooktown für uns gelohnt (zusammen mit dem fantastischen Hinflug). Wir liefen weiter Richtung Cherry Tree Bay und es fing richtig ordentlich an zu regnen – tja deswegen heißt es ja auch Regenwald! Ein tropischer Schauer, wie man sich ihn vorstellt. Wir erreichten die Bucht, ich machte einige Bilder und stellte beim Weg zurück fest, das die Kamera kein Lebenszeichen mehr von sich gab. So viel Sand und Salzwasser hat sie ohne Probleme mitgemacht aber der starke Regen (über ca. 45 min) war ihr wohl zu viel. Ich trocknete die Kamera am Nachmittag. Zuerst ging sie nur an, funktionierte aber nicht wirklich, dann ging sie am nächsten Morgen, aber nur ohne Batteriegriff, nun geht sie wieder ganz, nur das große Display funktioniert noch nicht (ich hoffe das gibt sich noch, ansonsten gibt es ja für die Einstellungen noch das 2. Display auf der Oberseite) – naja, ich bin etwas enttäuscht, denn wirklich wirklich wetterfest ist das für mich nicht… ein Grund mehr beim nächsten Update auf die einser Kameras zu schauen … (hmm…Der Kleine kann einfach nicht genug kriegen!;-) )
Von Cooktown nach Cairns wollten wir mit den Bus fahren. Doch so wie auch die Fluggesellschaften gab es keine größere Busgesellschaft die diese Strecke fährt. Es gibt 2 oder 3 private Busgesellschaften die entweder die unbefestigte Küstenstraße oder die befestigte im Innenland liegende Straße abfahren. Der Weg entlang der Küste ist sehr reizvoll, doch leider sahen wir ihn nicht, denn einer der 4WD Busse ist vor kurzem erst auf dieser Strecke liegen geblieben, wir mussten den Weg im Landesinneren fahren. Wir wurden direkt an unserem Lieblingshostel wieder rausgelassen.
Am Abend gab es noch ein großes Aussie BBQ mit Kangaroo-, Krokodil- und Emu-Fleisch. Dazu einige Salate, Fisch und Snags (Slang, Grillwürstchen). Am Morgen darauf standen wir zeitig auf, da eine Regenwald-Tour auf uns wartete. Das frühe aufstehen lohnte sich sehr, denn der gesummte Tag war super! Der Guide, Bart, war nett und wusste viel über die Tier und Pflanzenwelt in der Umgebung. So sahen wir auch viel und bekamen einiges erzählt. Wir sahen sogar einen Cassowary extrem nah und Schnabeltiere dazu noch 2 Wasserfälle im Regenwald (inklusive Blutegel, die Alex attackierten) eine Redbelly Blacksnake (6. Giftigste Schlange Australiens), Swored Shield Schildkröten und noch viel mehr. An den Wasserfällen übte ich mich in Mathematik, denn ohne Display (rumprobieren nicht möglich)rechnete ich mir die Belichtungszeiten mit Graufilter aus. Ein klasse Tag, hier die Bilder.
–ein kleiner Vergleich: auch für dieses Bild war das 200 2,8L nah an der Naheinstellgrenze ca 1,7m… im gegensatz zur Riesenspinne füllt der kleine Piepmatz aber nicht das Format aus…
–ein wilder Cassowary, nur etwa 3meter entfernt!!!
Nun, die kommende Nacht sollte die letzte in Cairns werden. Wir saßen wie so oft mit anderen Leuten, die wir aus der vergangenen Woche schon kannten, gemütlich zusammen und erzählten. Manche von ihnen waren schon in Darwin und erzählten uns, dass es womöglich kein guter Plan wäre, dort länger zu bleiben… Wir überlegten schon noch etwas länger im schönem Hostel im schönem Cairns zu bleiben, doch letztendlich entschlossen wir doch wieder aufzubrechen, denn wir wollen ja reisen und nicht an einer Stelle ewig bleiben…… auf nach Townsville und zur Magnetic Island. Tja und nach 6 Stunden Bussfahrt + überfahrt mit der Fähre, sowie nochmal Bus, sind wir da nun auch.
– und es ist zum glück auch hier traumhaft schön… als kleines Preview für den nächsten Artikel – um euch schon darauf Vorzubereiten – hier gibt es wilde Koalas!
also, bis dahin! liebe Grüße, Maxi&Alex
Hallo, wir sind nun ein ganzes Stück weiter nerdlich und geben wieder mal einen kleinen Bericht:
Agnes Water (da wo es kein Handyempfang gibt).
Ja, nach Fraser ging es direkt nach Agnes Water. Wir übernachteten direkt am Meer auf einem Campingplatz.
Wir haben in Agnes Water eine sehr schöne und äußerst interessante Fahrradtour mitgemacht. Zusammen mit einem sehr engagiertem Guide lernten wir viel über die Tier und Pflanzenwelt von Agnes Water, was im Übrigen die Grenze zwischen dem tropischen Norden und dem gemäßigten Süden Australiens darstellt.
Dazu fuhren wir nach 1770, die einzige Stadt auf der Welt, die nur eine Zahl als Namen trägt. Sie wurde 1970 umbenannt als Erinnerung daran, dass hier Captain Cook 1770 den ersten europäischen Fuß auf das australische Festland setzte. Eine sehr interessante Umgebung, obwohl das südliche Ende des Great Barrier Reefs von hier aus gut erreichbar ist, ist es vom Tourismus noch recht unberührt. Trotzdem werden nicht, wie weiter im Norden die Wellen vom Riff aufgehalten, wodurch es sich trotzdem gut surfen lässt. Nicht zu unterschätzen ist auch der Punkt, dass aufgrund der Strömungen wenige, eigentlich keine, der gefährlichen Quallen hier her kommen und Baden ohne Bedenken auch im Sommer möglich ist. Das und viel mehr erfuhren wir. Auch die Fahrräder waren keine normalen, sie waren mit Elektromotor. Dieser unterstützte einem beim treten in die Pedale. Ein Drehgriff am Lenker war auch angebracht, jedoch – laut Guide – nicht in Betrieb, da jeder nur mit Motor fuhr und die Batterie gleich alle wäre. Später stellte sich heraus, das ich das Glück hatte und mein Drehgriff noch in Takt war und ich fuhr ohne jegliche Anstrengung nach Agnes zurück, während Maxi weiter treten musste. Das war sehr lustig, da ich sie sehr oft überholte, auch Berg auf.
Um auch die Nähe zum Riff zu nutzen buchten wir für den letzten Tag unseres Aufenthaltes in Agnes eine Tagestour zur Lady Musgrave Island. Diese Insel wurde Maxi schon von ihren Tauchlehrern in Sydney empfohlen und wir wollten unbedingt hin. Wir bauten schnell am morgen das Zelt ab und wurden pünktlich vom Bus abgeholt. Leider wurde die Tour jedoch aufgrund des starken Windes abgesagt, was uns sehr verärgerte. Nicht nur das unser Greyhoundbus erst um 9:10pm fährt und wir nun einen ganzen Tag mit unserem Gepäck herumstanden und nicht wussten was wir machen könnten, nein, bei der Tour wäre auch viel leckeres Essen mit dabei gewesen und wir hatten beide noch nicht mal gefrühstückt. Sehr blöd. Wir wollten erst bis abends in 1770 bleiben (hier wäre eigentlich das Schiff losgefahren), allerdings hätten wir keine Chance gehabt am Abend zum Bus zurückzukommen, da der Shuttelbus gleich am Morgen wieder nach Agnes fuhr. Zum Glück wussten wir schon wohin. Zur privat geführten Touristen Info, wo wir schon alles vorher gebucht hatten, wir waren schon bekannt und wir durften unsere Rucksäcke dort lassen. Wir aßen Frühstück im Café und als wir wieder da waren, hatte die nette Frau uns schon 2×20 Flugminuten gebucht. Wir hatte schon eher ein Auge darauf geworfen. Ein Flug mit einem Ultraleichtflugzeug zum Selbstfliegen.
Und es war klasse. Ein wenig später holte uns der Pilot ab und wir fuhren zu seinem privaten kleinen Flugplatz im „Outback“. Er rauchte unentwegt aber er hatte viel Ahnung vom Fliegen, vor allem mit Ultra-Leichtflugzeugen. Also kurze Einweisung, anschnallen und los. Zuerst Alex, dann Maxi. Unglaublich wie viel Kraft die kleinen Dinger haben, denn nach ein paar Metern Anlauf war man schon in der Luft. Der Wind weht einem um die Ohren und man kann unter den Füßen die Erde kleiner werden sehen. Wir flogen beide die gleiche Route zum Strand, am Strand entlang und zurück. Und das bis auf den Start und die Landung auch selbst. Der Fluglehrer meinte danach, das wir sehr gut geflogen sind und es sicher für uns kein Problem wäre einen Flugschein zu machen. Das machte vor allem Alex sehr glücklich.
meine Kamera durfte ich leider nicht mitnehmen, da die Winde da oben recht stark sind, kann man sie leicht verlieren oder sie wird zum Geschoss (beim selber fliegen hat man ja den Steuerknüppel in der Hand)
An der Information zurück ging es auch gleich weiter zum Pinky. Ein Pinky ist ein noch nacktes Kängurbaby, dass normalerweise ja im Beutel der Mutter anzutreffen ist. In diesem Fall wurde es aber von Hand aufgezogen, da die Mutter, wie so viele Kängurus, in einen Autounfall verwickelt war und als Roadkill endete. Wir wurden also hingefahren und, da es keinen Zaun um das Grundstück gab und die Bedingungen hier sehr gut für Kängurus waren, sahen wir schon auf dem Weg zum Haus einige wilde Vertreter im riesigen Garten sitzen und hüpfen. Am Haus angekommen überraschte uns noch ein sehr zahmer Papagei, der einfach auf unseren Schultern landete. Die sehr tierlieben Hausbesitzer stellten sich vor und schon war Fütterungszeit. Das kleine Pinky muss aller 3 Stunden mit einer speziellen Milch gefüttert werden (natürlich auch nachts und über mehrere Monate). In ca. 4 Beutel eingewickelt trug die Ersatzmutter das kleine Känguru, das auf keinen Fall auskühlen darf. Deshalb werden diese 4 Beutel normalerweise in einem Riesenbeutel mit Daunenfütterung und mehreren Decken, sowie Heizkissen und Temperaturmesser untergebracht. Ein wahnsinniger Aufwand! Die Pflegerin enthüllte das Baby vorsichtig und begann es zu füttern. Auch das bedarf Wissen und Geduld, denn normalerweise trinken Pinkies nicht einfach so aus der Flasche. Es war unglaublich, was hier für ein Aufwand betrieben werden muss, denn im Beutel und bei der Wärme würde auch jeder kleinste Rest von Milch am Mund oder Beutel nach kurzer Zeit Keime und dadurch eine Infektion verursachen, also wurde jeder Tropfen mit frischen Tüchern, die in Körperwarmen Wasser getunkt waren sofort entfernt, sowie auch Exkremente sofort abgewischt. Trotz all dem wird der Beutel und alle Tücher so gut wie jeden Tag gewechselt. Wir erfuhren, dass, sobald das Pinky dann voraussichtlich in der Weihnachtszeit endlich Haare bekommen wird, die Arbeit keineswegs vorbei ist, denn das wäre eigentlich die Zeit, indem das Kleine das erste mal aus dem Beutel schaut. Damit ist die Zeit der Arbeit für die Mutter noch lange nicht vorbei. Das kleine Känguru wird noch mindestens ein Jahr immer in der Nähe der Mutter bleiben und auch die Nähe suchen. Die Ersatzmutti hatte auch noch ein anderes Patenkind in diesem Stadium (Joe). Grass fressen und alles andere muss sie dem Jungtier dann natürlich auch lernen. Ich lass mich selten von etwas so richtig beeindrucken, aber hier konnte ich den Mund vor Staunen kaum schließen. Zumal als diese liebe Frau weiter erzählte, dass sie schon 6 Tiere auf diese Weise aufzog und 3 davon später wieder verlor. Teilweise durch Nachbars-Hund, teilweise durch einen Autounfall. Und trotzdem macht sie weiter. Unglaublich!!!
–leider ist mir auf dem Bild der Fokus verrutscht, ich bitte um verzeihung, es ist aber das einzige Bild, da das kleine Pinky sonst fast verdeckt war und nur für ein Foto mal weiter aufgedeckt wurde, schade.
–der ältere Schützling, ein Joe
Wir fütterten dann noch einige Tiere mit Süßkartoffeln und gingen übers Grundstück. Hier waren auch einige Pfaus, Hühner und Papageien. Uns wurde auch erzählt, das es bis jetzt noch nicht gelungen ist Kängurus in Gefangenschaft zu züchten und somit jegliches zu kaufendes Kängurufleisch von Wildtieren stammt. Die Geschichten darüber wie dieser Wildfang abläuft waren so makaber, das wir froh waren nur einmal Kängurufleisch gegessen zu haben. Nicht nur der Umstand, das die Jäger auf keinerlei Hygiene achten und somit das Fleisch so gut wie immer von Salmonellen oder anderen Mikroorganismen verseucht ist; nein, es wird auch nicht auf Jungtiere geachtet. Diese Finden von ihrer Mutter, die sie so dringend noch brauchen, auch wenn sie schon den Beutel verlassen haben, nur noch Kopf und Schwanz wieder, da es dafür keine Verwendung gibt. Sie verhungern einsam neben den Resten ihrer Mutter. Es wurden etliche Geschichten erzählt und wir spendeten trotz knapper Kasse natürlich 10$. Wir waren uns einig, dass der Tag wohl nun doch viel besser verlaufen ist, als er es jeh auf dem mit Touristen aufgefüllten Schiff zur Lady Musgrave Island gewesen wäre. Wir nutzten noch etwas das Internet in der Information, warteten auf den Bus nach Airlie Beach und schliefen mehr oder weniger gut während der 10 Stunden Bussfahrt durch die Nacht.
Als der Busfahrer im Morgengrauen leise anfing uns mit sanfter Stimme zu wecken und wir aus dem Fenster sahen, erblickten wir andere, neue, tropische Pfanzen. Als wir den Bus um 7 Uhr am Morgen verließen war es auch wärmer als gewohnt. Endlich! Die Tropen!
Wir suchten schnell ein Hostel auf dessen Gras wir unser Zelt errichteten.
–ein schwarzer Kakadu auf dem Baum direkt bei uns am Zelt
–die mit Kommentaren zu den Trips gefüllte Wand im Büro des Veranstalters für Touren zu den Whitsundays… Goon ist wohl Mittel zum Zweck sich schnellstmöglich und preisgünstig zu besaufen. 2, 4 oder 5 Liter Kisten zu 10$ von diesem “Wein” werden in jedem Bottleshop hier verkauft. Fazit nach dem Test: Ich bleib bei Bier!
Ein kleiner Spaziergang brachte uns zur Lagune, eine künstlich angelegte, da es in Airlie Beach keinen Strand gab – wie seltsam!?! Während Maxi etwas später mit Bettina (die uns seit Noosa ab und zu zufällig über den Weg gelaufen ist) noch ein wenig an der Promenade entlang spazierte ging ich zu Bett, da der Schlaf im Bus nicht der beste war. Am Abend suchten wir noch den Hostel-eigenen Pub heim. Am nächsten Tag kümmerten wir uns um die anstehende Tour in die Whitsunday Islands und am Abend gabs nochmal ein Bierchen. Maxi hat auf dem wunderschönen, etwas regenwaldartigen Hostelgelände auch unsere erste giftige Schlange gesehen: eine redbellied Blacksnake
. Außerdem wurde sie beim Kochen in der Küche von einen riesigen Goanna besucht, der auf Nahrungssuche sich an den Mülleimer rangehängt hat und ihn somit über sich entleert hat
.
Wir checkten am nächsten Morgen aus, gaben unser großes Gepäck ab und gingen zur Marina um auf unser Segelboot zu gehen. Die folgenden 2 Nächte und somit 3 Tage verbrachten wir auf dem Meer. Wir fuhren zu den Whitsunday Islands und hatten leider nicht sooo viel Glück mit dem Wetter. Es war teils echt windig, manchmal nieselte es. Die tropischen Inseln sahen nicht so aus wie auf den Postkarten in Airlie Beach. Und trotzdem war es geil. Vielleicht auch gerade deshalb. Man wurde nie richtig trocken, wir gingen schnorcheln (maxi auch tauchen) und wurden von den über Bord kommenden Wellen sowie vom Regen ständig schön feucht gehalten. Klasse war, dass wir den Gutschein fürs Tauchen pro Kopf erhalten haben und Maxi somit 2 mal tauchen konnte. Eine schöne Zeit. Wir sahen Wale auf den Weg nach Norden, eine Mutter mit Kind, viele Fische und Seeadler. Vom Boot aus habe ich sogar eine Schildkröte gesehen. Die Seeadler haben mir am besten gefallen, sie waren riesig und der Skipper hat sie in der Luft mit Fleischresten aus der Küche gefüttert.
–nicht viele hatten bei dem Wetter ihre Kamera an Deck
–mit dem Tender eines anderen Schiffes (unserer war vorrübergehend Kaputt) gelangten wir an Land
–unsere Gruppe am Lookout über dem Whiteheaven Beach
–ich putzte mir die Zähne sehr gründlich
Unter Deck:
–wir hatten glück und schliefen in dem Doppelbett am Bug.
–plötzlich kamen die Greifvögel…schnell das 200er geholt und…
–100%crop aus dem Bild davor, dem Auge entgeht nix
Eines der Highlights war der Whiteheaven Beach, der trotz des verhangenem Wetters spektakulär war.
Niemand darf hier Sand entfernen oder etwas verändern, er ist einer der Hauptgründe weshalb die Whitsundays Weltkulturerbe sind, ähnlich wie Fraser Island zuvor. Jedoch nicht, weil die Inseln nur aus Sand bestehen, wie Fraser, sondern weil der Sand am Whiteheaven Beach der reinste und feinste, sowie weißeste Sand der Welt ist. Er besteht zu 98% aus Silica (Quarz). Die Körner sind wesentlich kleiner als die von normalem Sand und sie sind auch abgerundet. Dieser Sand eignet sich zum Polieren von Diamanten, sowie zum Putzen der Zähne und Haut. Und er zerstörte einige Kompaktkameras der mitreisenden. Die 7D stand da wie ne eins, auch im Regen, einfach klasse!
Wir putzten uns also die Zähne und machten das beste aus dem schlechten Wetter. Auf dem Weg zurück wurde das Wetter auch wieder besser und als wir dann am 3. Tag wieder das Festland betraten war es sogar richtig warm, nachdem wir uns an den Seewind so gewöhnt hatten. Wir machten uns einen ruhigen Nachmittag an der Lagune und gingen zu einem Markt, wo sich Maxi schnieke alternative Klamotten kaufte. Schon am Abend fuhr unser Bus weiter Richtung Norden.
–Airlie Beach von der Bushaltestelle aus betrachtet
Der Plan war erstmal an Townsville vorbei zu fahren, da nur hier die Busse ins Landesinnere Fahren und wir deshalb hier später sowieso nochmal hin müssen. Es ging wieder 10 Stunden durch die Nacht direkt nach Cairns. Hier war es nun auch früh um 6 bei der Ankunft kein bisschen kalt und die Tropischen Bäume mit ihren langen Luftwurzeln begrüßten uns beim Sonnenaufgang. Der Hostel-Shuttlebus holte uns ab und wir landeten im besten und freundlichsten Hostel bis jetzt. Der Name TropicDays wird hier ernst genommen, alles ist grün. Als wir uns an der Rezeption über die Möglichkeiten hier erkundeten wurde uns ein gutes Angebot empfohlen. Es ging wieder raus aufs Meer, 3Tage, direkt am Great Barrier Reef. Für mich: unendlich Schnorcheln und für Maxi 10 Tauchgänge mit im Preis. Wahnsinnig gute Vollverpflegung und eine Kajüte für uns 2 für einen guten Preis, da konnten wir nicht nein sagen. Ein Blick auf den Wetterbericht (speziell die Windstärke) verriet uns, das die beste Sicht unter Wasser nur noch wenige Tage anhielt und wir begaben uns direkt am nächsten morgen aufs Boot. In 2 Stunden ging es rasend schnell ins outer great barrier reef. Dort schwimmt unentwegt eine kleine Stadt, von der aus täglich Touristen schnorcheln gehen und abends wieder heim fahren. Von dieser Platform aus ging es über ein kleines Glasbodenboot weiter auf unser eigentliches Schiff, die Kangaroo Explorer. Ca. 30 Leute sind ständig auf dem kleinem Liveaboard. Auch wieder eine kleine Stadt, mit eigener Meerwasser-entsalzungs-anlage, Bar, Saloon einer Bibliothek und einigen Doppelzimmern. Wir waren echt froh, dass wir nicht nur einen Tag Platform gebucht hatten, sondern hier mit nur wenigen Leuten und einer sehr netten Crew 3 zwar anstrengende aber auch gemütliche Tage verbringen konnten. Es wurde unentwegt getaucht und geschnorchelt und das an verschiedenen Spots. Da ein Unterwassergehäuse für meine Kamera selbst geliehen unser Budget sprengen würde, nahmen wir noch in Cairns ein gutes Angebot an. Eine Powershot G10 mit Gehäuse nahmen wir mit und machten beide wirklich schöne und einzigartige Aufnahmen unter Wasser. Leider haben wir beide irgendwie voll die Videofunktion dabei vernachlässigt, wodurch nur wenige Filmchen am letzten Tag zu Stande kamen. Wir sahen so viele verschiedene Fische und auch Schildkröten sowie die wunderschöne Unterwasserlandschaft aus Korallen. Maxi hat auch noch während ihrer Tauchgänge andere Meeresbewohner beobachten können, z.B. einen Oktopus, einen schlafenden White Tipped Reefshark (ca. 2m großer Hai), riesige Parrotfish ect. Maxi hat auch 2 Nachttauchgänge mitgemacht, wo sie auch beim Ausschalten der Taschenlampe durch schnelles Aufwirbeln des Wassers das Plankton zum Leuchten anregen konnte… sah aus wie ganz viele grüne Glühwürmchen (leider keine Kamera dabei gehabt)!
Die Zeit war fantastisch. Aber seht selbst:
–Maxi bei den Vorbereitungen zum nächtlichen Tauchgang
Am letzten Tag stand dann aber fest, dass wir nun erstmal genug vom Wasser haben und wir fühlten uns gut wieder an Land zu kommen. Nun, wir sind immer noch in Cairns und genießen das tropisch warme Wetter, die Zeiten des Frierens in der Nacht sind absolut vorbei. Wir wissen auch schon wie es weiter geht. Es geht nochmals weiter nach Norden! Die Cape York Halbinsel, die nun noch kommt ist recht dicht mit Urwald bewachsen und nur spärlich besiedelt, aber eine kleine Stadt gibt es noch: Cooktown. Hier wird es aber recht abgelegen, hier fährt auch kein greyhound bus mehr hin. Aber es gibt ja noch die Luft und private Busgesellschaften, also fliegen wir hin und fahren mit dem Bus wieder zurück. Aber auch das wird nicht einfach, denn keine der großen Fluggesellschaften fliegt Cooktown an und somit fliegen wir mit einer 12-sitzigen Cessna am 2. September. Wenn das nicht geil wird, dann wäre das echt komisch, ich freue mich allein schon auf den Flug dorthin so sehr, das ich es kaum erwarten kann. Mehr aber später, mal sehen von wo, aber wir melden uns definitiv bald nochmal hier…
leider ist meine Brille kaputt gegangen, aber Dank Superglue: wie neu…
Wir hoffen euch hat der Artikel gefallen, viel Spaß beim kommentieren
Maxi&Alex